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SINEE im FAZEmag: Arrangement, Pre-Arrangement und Formen des Storytellings

Arrangement

Wichtige Techniken im Arrangement

In diesem Artikel wollen wir euch das große Thema Arrangement etwas näher bringen. Sicher hattet ihr deswegen auch schon mal schaflose Nächte im Heimstudio. Es gibt verschiedene Formen und Techniken, wie man Tracks geschickt arrangiert und sie somit clubtauglich macht.

Bei der Arrangementarbeit kollidieren allerdings formale Aspekte und künstlerische Freiheit ständig miteinander und man ist als Produzent oder Produzentin oftmals gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen und Arrangementprobleme zu lösen.

Welches Element soll weg, welches soll hinzukommen und wann überhaupt? Muss ich auf mein zweites Thema verzichten oder kann es mit rein? Dieser Artikel soll euch dabei unterstützen, diese Entscheidungen mit einem guten Gefühl treffen zu können.

Vom Loop zum Arrangement

Wann geht das arrangieren eigentlich los?

Bevor es losgehen kann, solltet ihr mindestens einen Loop mit dem Grundgroove der Drums und der Bassline haben und im besten Fall habt ihr auch schon ein Thema.

Wenn ihr in der Session-Ansicht angefangen habt diesen Loop zu bauen, gibt es jetzt schon verschiedene Möglichkeiten, wie ihr die Clips in die Arrangement-Ansicht bekommt. Ein schlichtes Copy – Paste Verfahren zu nutzen liegt da natürlich nahe. Es ist einfach, effizient und funktioniert.

Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, in der Ableton Session Ansicht vor zu arrangieren und eine grobe Struktur deines Pre-Arrangements direkt in die Arrangement Ansicht aufzunehmen.

Ein Pre-Arrangement ermöglicht euch außerdem, mit dem Loop zu jammen und verschiedene Pattern zu erstellen, die später für Abwechslung sorgen und eure Arbeit im Arrangement erleichtern werden. Wenn ihr einen kleinen Midi-Controller in eurem Studio habt, könnt ihr die Parameter auf die Fader und Knobs zuweisen und damit jammen und Pattern aufnehmen.

Man kann ein sehr grobes Pre-Arrangement machen, um eine Grundstruktur zu visualisieren, wann welcher Teil kommen soll oder man erstellt ein sehr genaues Pre-Arrangement und arbeitet erst mal viel in der Session-Ansicht. Das hat den Vorteil, dass ihr eure Tracks jederzeit Live spielen könnt.

Um das Pre-Arrangement in die Arrangement-Ansicht zu bekommen, drückt ihr auf Aufnahme und spielt in der Session-Ansicht über die Szenen eure Loops ab. Gleichzeitig könnt ihr automatisieren und an den Knöpfen drehen. Mit etwas Übung spart man sich dadurch sehr viel Zeit, weil man in Echtzeit arrangiert, unabhängig der Vorbereitungszeit.

Der Workflow kann aber auch viel Zeit kosten, wenn man perfektionistisch ist und seine Aufnahmen oft wiederholen muss bis sie für einen gut passen. Probiert einfach aus, ob euch dieser Workflow vielleicht besser liegt.

Ein Pre-Arrangement in der Session Ansicht

Pre-Arrangement

Zwischen Formen und kreativer Freiheit

Dass es Regeln beim Musik machen gibt, ist manchmal lästig, aber bei komplexen Themen wie dem Erstellen eines Arrangements, können wir sie nur mit großer Mühe umgehen. Darum sollten sich Anfängerproducer erst mal an den bestehenden Formen orientieren, das Rad neu erfinden können wir auch später noch.

Es gibt Arrangementformen, die sich in der elektronischen Musik eher durchgesetzt haben, als andere. So finden wir das klassische Popsong-Arrangement in der A B A B C B Reihenfolge (A=Strophe, B=Chorus, C=Bridge) nicht sehr häufig, ganz im Gegensatz zum zweiteiligen Arrangement (A/B).

Die Begriffe Strophe, Chorus etc. helfen uns übrigens auch nicht wirklich weiter, wir hantieren eher mit abstrakteren Bezeichnungen wie Build up, um beispielsweise auszudrücken, dass sich an dieser Stelle etwas aufbaut.

Die Sequenz

Sequenzartige Arrangements finden wir sehr häufig in älterer elektronischer Musik. Auf der Platte Acid Tracks von Phuture von 1987 kann man sich eine zwölf Minuten lange Acid Sequenz anhören, die völlig ohne Breaks und Drops auskommt. Hypnotische Synthlines werden sehr langsam über lange Zeiträume hinweg moduliert.

Wenn ihr euch z.B. dafür entscheidet, ein sequenziertes Arrangement zu machen, hilft es immer, sehr aufmerksam in Tracks reinzuhören, in denen das schon mal so gut gelungen ist. Werdet stilsicher, indem ihr euch mit dem Stil beschäftigt. Wenn euch ein Arrangement besonders gut gefällt, könnt ihr es auch als Referenztrack in euer Projekt legen, um die Struktur immer im Blick zu haben.

Die Steigerung

Eine wichtige Arrangementform in der elektronischen Musikwelt ist die Steigerung. In Singularity von Jon Hopkins hören wir gut vier Minuten lang eine Steigerung, bis der Track dann in seinen B-Teil übergeht. Bis dahin schichten sich die wohl ausgewählten Sounds sehr kunstvoll aufeinander und breiten sich harmonisch aus.

In technoideren Nummern finden wir bei Steigerungen eher eine komplexe Verschachtelung der Rhythmen. Das Genre hängt also auch mit der Arrangementform zusammen und steht mit ihr in einer Wechselwirkung.

Arrangement für Techno & Clubmusik

Eine wichtige Arrangementform, die für Techno und Clubmusik immer gut funktioniert, zeigt euch die folgende Abbildung.

SINEE im FAZEmag: Arrangement, Pre-Arrangement und Formen des Storytellings 1

Der Mix In sollte für den DJ ungefähr eine Minute lang sein. Am besten kann er die Tracks mischen, wenn sich am Anfang noch kein oder kaum tonales Material befindet. Daher besteht der Mix In im besten Fall nur aus eurem Drumgroove.

Im Build up kann man das Thema schon mal anteasern. Harmonisches Material wie Pads und Atmospuren breiten sich aus und sorgen für Spannung, die zum Drop hin immer stärker werden sollte. Ob man vor dem Drop noch einen Minibreak einbaut oder nicht —  in beiden Fällen geht es darum, die Spannung, die sich erst im Drop entladen soll, aufzubauen und auch aufrecht zu erhalten.

Ihr könntet hier auch schon anfangen, den Cut-Off Filter von eurem Synth langsam aufzudrehen.

Wenn dann der Drop durch die Boxen schmettert, sollte ein klar erkennbares Thema die Führung übernehmen und der Filter nun aufgedreht sein. Nach dem ersten Drop ist es wichtig, die Energie beizubehalten sowie die Aufmerksamkeit des Zuhörers oder in dem Fall, die des Tänzers.

Gleichzeitig ist diese Stelle im Track der Ort, wo ihr die thematische Arrangementarbeit leisten solltet sowie einen neuen Sog zum nächsten Drop hinaufbauen müsst.

Mit thematischer Arbeit ist gemeint, dass ihr das Thema durch kleine Variationen abwandelt oder durch andere Sounds unterstützt. Ihr könnt das Thema von einem neuen Synth spielen lassen oder es bekommt einen Konter von einem anderen Synth. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass das Thema oder zumindest der Charakter des Themas erkennbar bleibt.

Der Tänzer im Club würde sich ansonsten wundern, wo die neue Melodie plötzlich herkommt und eventuell sogar verunsichert die Tanzfläche verlassen. Um solche Gefühle bei den Menschen zu vermeiden, die zu unserer Musik tanzen sollen, bedienen wir uns bekannter Mittel — solche, die auch unser Raver auf der Tanzfläche bestens kennt und die er auch hören will.

Der Maindrop sollte nicht genauso klingen wie der erste Drop. Lasst euch für eure wichtigste Stelle im Track etwas richtig cooles einfallen, an das man sich auch noch nach einer durchzechten Nacht erinnern kann. Schaut, dass euer Drop nicht zu leer klingt, auch  — und vor allem, wenn ihr einen Silent-Drop machen wollt. Hört auch hier wieder genau hin, wie es eure Vorbilder machen und richtet euch danach, was ihr kennt und was euch gefällt.

Wenn das Thema im Maindrop dann irgendwann seine Geschichte auserzählt hat, könnt ihr damit beginnen, die Sounds zu reduzieren. Das bedeutet, dass ihr die Texturen wieder zurück fahrt, den Filter langsam wieder zudreht und einzelne Spuren rausnehmt. Den Mix Out bauen wir wieder auf DJ-freundliche Weise mit wenig bis gar keinem tonalen Material und wir lassen ihm wieder ungefähr eine Minute Zeit.

Tipps & Tricks

Diese Darstellung von einem Technoarrangement ist zwar sehr stark auf das Wesentliche herunter gebrochen, aber es wird ganz sicher gut im Club funktionieren und ist eine gute Orientierung, wenn man in seinem eigenen Arrangement manchmal nicht weiter weiß. Lokatoren können euch zusätzlich helfen, den Überblick zu behalten und eure Phrasenlängen einzuhalten.

Achtet außerdem auf die Sinnhaftigkeit in eurem Track. Jedes Element sollte einen Teil zur Geschichte beitragen, die euer Track erzählt. Hat ein Element keinen erkennbaren Zweck, könnt ihr es vermutlich weglassen. So umgeht ihr das Problem, zu viele Elemente im Mix zu haben.

Wenn die Story eures Tracks in vier Minuten erzählt werden kann, wäre es unsinnig, den Track zehn Minuten lang zu machen. Wenn ihr aber z.B. einen Track habt, der einen großen B-Teil mit einem 32-Takte langen Thema hat, das dann noch einen Konter bekommt, wäre es Unsinn, das alles in einen vier Minuten Track zu pressen.

Ob ein Arrangement Sinn ergibt oder nicht, lässt sich im Workflow manchmal gar nicht mehr so leicht sagen, wenn man seit längerer Zeit nah rangezoomt an nur acht Takten arbeitet. Hier hilft es immer, das Arrangement von ganz vorne anzuhören, damit ihr die betreffende Stelle auch immer im Gesamtkontext hört.

Für Abwechslung sorgen unter anderem Bewegungen in den Elementen. Das könnt ihr mit automatisierten Filterfahrten, Automationen allgemein und LFO-Bewegungen ganz leicht programmieren. Oft muss man ganze Synthspuren auch mal für eine Passage ganz aus dem Mix herausnehmen und sie später wieder reinkommen lassen, damit sie weiterhin interessant bleiben für das menschliche Ohr, das übrigens einen ziemlich hohen Anspruch hat

Und wann erfinden wir das Rad neu?

Es ist wichtig, dass ihr euch als Produzentinnen und Produzenten mit solchen Formen auseinander setzt und euch mit den verschiedenen Möglichkeiten auskennt. Es wird euch dann viel leichter fallen neues auszuprobieren, mit den Formen zu spielen, kreativ zu sein. Und auch das Ergebnis — euer Track — wird durch sorgfältige Arrangementarbeit solider klingen und eher bei der breiten Masse ankommen.

Wenn ihr stilsicher in den Genres seid und genau bescheid wisst, wie die Arrangements funktionieren, könnt ihr damit anfangen, Stile zu mischen, umzuformen oder sogar neue zu kreieren.

Dir haben die Tipps geholfen und du bist bereit, voll in das Thema einzusteigen? Björn Torwellen hat sich für die Community intensiv mit dem Prozess des Arrangements auseinander gesetzt und einen umfangreichen Online Kurs aufgenommen. Erfahre alles über Arrangement, Storytelling und Formen in bestehenden Tracks im Ultimate Arrangement Guide.

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