Tracks abmischen – mit diesen Tricks zum perfekten Mixdown

Elektronische Musik muss sich im Club durchsetzen. Neben dem kreativen Prozess muss ein Producer auch das technische Handwerk beherrschen um einen Track abmischen zu können. Es gibt einige Tricks, die dir helfen deinen Mixdown zu beherrschen und deine Tracks klanglich auf ein ganz neues Level zu bringen. 

Es ist ein verbreiteter Irrglaube das erst das Mastering einen Track druckvoll und durchsetzungsfähig macht. Tracks richtig abmischen ist viel wichtiger als das anschließende Mastering. Ein Mastering Engineer ist kein Hexenmeister. Ein schlecht abgemischter Track wird auch durch das beste Mastering nicht druckvoll. Im schlimmsten Fall sendet der Mastering Engineer dir den Track einfach zurück mit einer Liste an Verbesserungen. In unserem neusten Tutorial auf YouTube zeigt dir Björn Torwellen einige Tricks, wie du deinen Track bereit für die großen Clubs machst.

Tracks abmischen leicht gemacht!

Links zum Video

Referenzhören mit Alltagslautsprechern

Hör deinen Track nicht nur auf den Lautsprechern oder Kopfhörern auf denen du ihn abmischst. Ziehe auch deine Alltagskopfhörer, deine Anlage im Auto oder dein Küchenradio als Referenz hinzu. Dies hilft dir deinen Mix besser zu bewerten. So kannst du Fehler im Mixdown deutlich besser erkennen. Zurück im Studio verbesserst du dann deinen Track. 

Subtraktives abmischen

Mit einem Equalizer kannst du bestimme Frequenzen eines Audiosignals anheben und absenken. Betrachte deinen Mix immer im Gesamten. Wenn sich ein Sound nicht richtig durchsetzt, überlege, ob nicht ein anderes Instrument mit einer unnötigen Frequenz im Weg ist. Senke lieber diese Frequenzen ab, um den wichtigen Instrumenten in deinem Track mehr Präsenz zu verleihen. Das soll nicht heißen, dass es verboten ist Frequenzbereiche in einem Signal mit einem Equalizer zu betonen. Nutze das Verstärken von Frequenzen lieber dazu, um einem Sound mehr Charakter zu verleihen. Platz machst du aber mit dem absenken an anderen Stellen. 

Resonanzen mit einem Equalizer entfernen

Resonanzfrequenzen machen einem Mastering Engineer das Leben schwer. Sie sind überproportional Laut und um es ganz einfach zu sagen: Nicht schön. Resonanzen schmerzen im Ohr, besonders wenn es im Club mal richtig Laut werden soll. Im Video zeigt dir Björn Torwellen, wie du beim Track abmischen die Resonanzen entfernst. 

Gainstaging zum Track abmischen

Ok, bis hierhin alles klar. Aber jetzt wird es etwas technischer. Auch wenn Gainstaging klingt wie Raketenwissenschaft – es ist einfacher, wie du denkst. Es geht nur darum deinen Pegel nach jedem Effekt auf dem gleichen Level zu behalten. Wenn du also mit einem EQ verstärkst oder mit einer gewollten Verzerrung mehr Pegel dazu bekommst, solltest du im nächsten Schritt deinen Pegel wieder auf das vorherige Level angleichen. Das war’s auch schon! Schaue einfach das deine einzelnen Spuren nicht alle knallhart auf 0 dB sitzen. 

Glue Compression oder Busbearbeitung

Oft hast du viele Spuren die am Ende aber eine Instrumentengruppe ergeben. Beispielsweise Hihats, Percussion oder Bass Synths. Summiere diese Gruppen vorher in einen sogenannten Bus. Mit einem Buskompressor – in Ableton der Glue Compressor – kannst du dann die Signale im wahrsten Sinne des Wortes “zusammenkleben”. 

Kenne deine Tools mit denen du Tracks abmischt

Mixdown ist Handwerk. Als Handwerker musst du deine Werkzeuge kennen. Mit nur einem Hammer ein ganzes Haus bauen ist offensichtlich unmöglich. Du benötigst diverse Werkzeuge, um die unterschiedlichen Aufgaben eines Hausbaus zu bewältigen. Wenn du deinen Track abmischst sieht das nicht anders aus. Nicht jeder Kompressor oder Equalizer ist gleich. Übertragen gesagt: Der eine ist für Holz, der andere für Metall, der nächste wieder für Beton. Du musst lernen welche Tools dir bei deinem Track weiterhelfen. Alle diese Effekt Prozessoren sind Helfer – sie lösen Probleme. Lerne also deine Helfer kennen und setze sie gezielt ein.

Viel hilft viel?

Nachdem du dir das neuste Mixdown Bundle mit 5787 unterschiedlichen Effekten gekauft hast, möchtest du sie natürlich alle nutzen. Schließlich soll sich das investierte Geld auch lohnen! Also einfach mal in jede Spur so viele Effekte laden wie es dein Prozessor hergibt. 

Falsch! Überlege immer genau, ob eine Spur noch ein weiteres Processing benötigt. Nicht jedes Instrument muss 100 unterschiedlichen Tools bearbeitet werden. Lerne herauszuhören welche Tools ein Signal wirklich benötigen. 

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